Über mich
Ich bin 1988 in Kasachstan geboren und 1995 nach Deutschland gekommen. Aufgewachsen in Westfalen, Ausbildung und erste Berufsjahre im Ruhrgebiet, danach ins Rheinland nach Sankt Augustin. Seit 2021 lebe ich in der Nähe von Düsseldorf.
Mein beruflicher Weg führt durch ziemlich unterschiedliche Branchen und Aufgaben. Das war nicht von Anfang an geplant. Das Interesse daran, wie Unternehmen und Geschäftsmodelle funktionieren, war allerdings schon früh da.

Lange vor dem ersten Job
SchuleIn der Schule war ich unter anderem Chefredakteur der Schülerzeitung. Mich interessierte dabei nicht allein, was wir schrieben. Irgendjemand musste sich auch darum kümmern, wie die Zeitung finanziert wurde. Also habe ich Anzeigen akquiriert, mich um Layout und Druckvorbereitung gekümmert und angefangen, mich mit den Dingen hinter dem eigentlichen Produkt zu beschäftigen.
Auch sonst habe ich mir schon damals unterschiedliche Geschäftsmodelle angeschaut, unter anderem Network Marketing, ohne dass daraus später mein Beruf geworden wäre. Mich interessierte schlicht, wie so ein Modell funktioniert, wie Geld verdient wird und warum Menschen daran teilnehmen.
Neben der Schule habe ich ab 14 Zeitungen ausgetragen, als Erntehelfer gearbeitet und in Produktionsbetrieben gejobbt. Nach dem Abitur und dem Grundwehrdienst stand die Frage an, was ich beruflich machen wollte.
Warum Marketing
2009 bis 2013Ich hatte mehrere Ausbildungsberufe im Blick und habe mich für den Kaufmann für Marketingkommunikation entschieden. 2009 begann ich bei TIME TRAX. Dort blieb es nicht lange bei typischen Ausbildungsaufgaben: Ich arbeitete an Promotionaktionen, Veranstaltungen und Messeauftritten mit, koordinierte Außendienstteams und bekam früh eigene Projekte.
2011 habe ich die Ausbildung verkürzt abgeschlossen und wurde direkt als Projektleiter übernommen. Damit war Marketing mein beruflicher Einstieg. Dabei blieb es nicht lange.
Ein eigener Standort
2013 bis 2016Nach einigen Jahren mit Messen, Promotions und Veranstaltungen übernahm ich 2013 die Klosterkirche in Hennef als Event- und Objektmanager. Die ehemalige Kirche wurde für Hochzeiten, Firmenveranstaltungen, Konzerte und andere Formate genutzt.
Plötzlich gehörte deutlich mehr dazu als Kommunikation oder Werbung: Anfragen, Angebote, Preise, Rechnungen, Personal, Dienstleister, Behörden und die Frage, ob sich das Ganze am Ende wirtschaftlich trägt. Der Jahresumsatz entwickelte sich in dieser Zeit von rund 45.000 auf 130.000 Euro.
Nach insgesamt sieben Jahren im selben Unternehmen wollte ich etwas anderes sehen. Mir fehlte außerdem der direkte Kontakt zu Gästen. Also wechselte ich die Perspektive.
Bewusst wieder in den Service
2016 bis 20212016 bin ich in der Latino Lounge in Siegburg als Kellner eingestiegen, obwohl ich vorher bereits einen Betrieb geführt hatte. Ich wollte verstehen, wie der Betrieb von dort aussieht.
Aus dem geplanten Jahr wurden mehrere. Die Inhaberin übertrug mir wieder mehr Verantwortung: Personalplanung, Recruiting, Schichtleitung und das komplette Marketing mit Website, Social Media, Google Ads und SEO. Damit kannte ich den Betrieb irgendwann aus beiden Richtungen, aus dem Service und aus der Verantwortung für Entscheidungen und Abläufe.
Im März 2020 musste die Gastronomie schließen. Innerhalb eines Tages haben wir einen Lieferdienst aufgebaut: digitale Speisekarte, Bestellungen, Zahlungsabwicklung, Lieferlogistik und Kundenkommunikation. Zeitweise wurden darüber rund 200 Bestellungen am Tag abgewickelt. Es war keine geplante Digitalisierungsstrategie. Der Betrieb musste am nächsten Tag wieder etwas verkaufen können.
Parallel habe ich auch außerhalb der Gastronomie gearbeitet, unter anderem im Außendienst für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher. Dort ging es um erklärungsbedürftige Produkte, Investitionen und Wirtschaftlichkeit, in Gesprächen direkt bei den Kunden zu Hause. Daneben liefen über die Jahre eigene und freiberufliche Projekte: Veranstaltungen, Promotion, Märkte, Cocktail- und Barformate, Personaleinsätze. Nicht alles davon wurde ein langfristiges Geschäft. Vieles war eine Möglichkeit, etwas auszuprobieren und zu sehen, wie es in der Praxis funktioniert.
Von einem Standort zu rund 60
2021 bis 20222021 begann ich bei intervivos zunächst selbst in einem Corona-Testzentrum. Kurze Zeit später wechselte ich in die operative Steuerung. Aus der Arbeit an einzelnen Standorten wurde Verantwortung für ein bundesweites Netz mit rund 60 Standorten.
In Haan habe ich ein Zentralbüro mit aufgebaut. Dort liefen Personalplanung, Qualitätssicherung, Abrechnung, Standortkommunikation, Behördenabstimmungen und viele Prozesse zusammen, die vorher an den einzelnen Standorten unterschiedlich gelöst wurden. Zeitweise arbeiteten im gesamten Netz mehrere hundert Menschen. Später verantwortete ich als Head of Marketing zusätzlich ein kleines Team, eine externe Agentur und die Kampagnen des Unternehmens.
Die Größenordnung war eine andere als in der Gastronomie oder in einer einzelnen Eventlocation. Die praktische Frage blieb dieselbe: Was muss passieren, damit der Ablauf an einem Montagmorgen nicht nur auf dem Papier funktioniert?
Noch einmal lernen
2023 bis 2025Nach dem Ende dieser Zeit habe ich mich bewusst neu orientiert und weitergebildet. 2023 habe ich die Weiterbildung zum Kulturmanager und Kulturvermittler mit IHK-Zertifikat abgeschlossen. Von September 2023 bis März 2025 folgte eine Weiterbildung im Bereich Digitalisierung und Kommunikation mit 2.400 Unterrichtseinheiten: SEO, Werbung, Webanalyse, CMS-Systeme, Automatisierung, E-Mail-Marketing, digitale Prozesse.
Parallel war ich weiter praktisch tätig, im Eventbereich und als Barista. Diese Kombination habe ich bis heute beibehalten: Dinge lernen, sie ausprobieren und danach entscheiden, was davon wirklich brauchbar ist.
Heute
seit 2025Seit 2025 berate ich mit DiKoKi inhabergeführte Unternehmen. Wie ich dabei arbeite, steht auf dikoki.de.
Außerdem arbeite ich als Projektleiter für Marketing und Events sowie als Barkeeper und Barista. Die Einsätze auf Messen in ganz Deutschland bringen mich mit sehr unterschiedlichen Menschen und Sichtweisen zusammen. Das hat meinen Blick geweitet und prägt bis heute, wie ich an Themen herangehe.
Und daneben
Ich arbeite gerne an Dingen, bei denen am Anfang noch nicht feststeht, was daraus wird. Eines davon sind meine 500 Mammutbäume. Die Idee entstand aus einem Ausflug und einer Infotafel. Inzwischen ist daraus ein eigenes Projekt geworden, für das ich durch Deutschland fahre, Orte dokumentiere und meistens Menschen mitnehme, mit denen ich die Zeit ohnehin gerne verbringe.
Solowjew.com ist kein vollständiger Lebenslauf und keine zweite Unternehmensseite. Es ist die Stelle, an der ich meinen Weg und die Projekte sammle, an denen ich gerade arbeite.